Jupiter – Der Gasriese

Jupiter ist der grösste Planet unseres Sonnensystems und gehört zu den interessantesten Zielen der Planetenfotografie. Seine Atmosphäre zeigt zahlreiche Wolkenbänder, Wirbelstürme und komplexe Strukturen, die sich ständig verändern. Besonders auffällig ist der Grosse Rote Fleck, ein gewaltiger Wirbelsturm, der bereits seit Jahrhunderten beobachtet wird. Auch seine vier grossen Monde Io, Europa, Ganymed und Kallisto sorgen immer wieder für interessante Beobachtungsmöglichkeiten.

Auf dieser Seite sammle ich meine Jupiteraufnahmen aus verschiedenen Jahren. Die neuesten Ergebnisse stehen jeweils oben. Zu jedem Bild gibt es eine kurze Beschreibung sowie Angaben zu Aufnahmezeit, Jupiterhöhe und besonderen Erscheinungen wie Mondtransiten, Schattenwürfen oder dem Grossen Roten Fleck.

Ausrüstung und Aufnahmebedingungen

Für meine Planetenaufnahmen verwende ich üblicherweise mein Celestron C11 EdgeHD auf einer Sky-Watcher EQ8-R. Zum Einsatz kommen eine TeleVue 2× Powermate, ein GreatStar ADK zur Korrektur der atmosphärischen Dispersion sowie die Farbkamera ZWO ASI585MC. Bei einem Teil der Aufnahmen nutze ich zusätzlich die Monochromkamera ZWO ASI585MM Pro mit einem Astronomik ProPlanet 642 BP oder einem Luminanzfilter. Deren Daten dienen als Luminanz und werden mit den Aufnahmen der Farbkamera kombiniert.

Die Aufnahmen entstehen als Videosequenzen mit SharpCap. Pro Aufnahme zeichne ich in der Regel 5.000 bis 10.000 Einzelbilder auf, von denen die besten 10 bis 30 % gestackt und anschliessend weiterbearbeitet werden.

Die Aufnahmebedingungen an meinem Standort sind allerdings alles andere als ideal. Da ich über die Dächer der Nachbarhäuser hinweg fotografieren muss, beeinträchtigt aufsteigende Warmluft häufig das lokale Seeing. Gerade bei der hochauflösenden Planetenfotografie macht sich diese zusätzliche Luftunruhe deutlich bemerkbar. Dennoch versuche ich, aus jeder Beobachtungsnacht das Beste herauszuholen.

Hinweise zu den Angaben

Die Aufnahmen sind grundsätzlich so ausgerichtet, dass Jupiters Nordpol oben liegt. Kleinere Abweichungen sind möglich. Durch seine schnelle Rotation von knapp zehn Stunden verändert sich die sichtbare Wolkenstruktur bereits innerhalb kurzer Zeit. Auch die Positionen seiner Monde ändern sich fortlaufend. Aufnahmen unterschiedlicher Zeitpunkte zeigen deshalb häufig deutlich verschiedene Ansichten.

Die Aufnahmezeiten sind in mitteleuropäischer Zeit (MEZ) beziehungsweise mitteleuropäischer Sommerzeit (MESZ) angegeben und um die Weltzeit (UT) ergänzt. Die Jupiterhöhe wurde für den jeweiligen Aufnahmezeitpunkt und meinen Standort in Jestetten anhand astronomischer Ephemeriden berechnet. Besondere Ereignisse wie Mondtransite, Schattenwürfe und die Stellung des Grossen Roten Flecks werden, soweit möglich, ebenfalls dokumentiert.

Die Farben der Aufnahmen sind nicht wissenschaftlich kalibriert und können sich daher leicht unterscheiden. Neben unterschiedlichen Aufnahmebedingungen und der Bildbearbeitung spielen auch tatsächliche Veränderungen in Jupiters Atmosphäre eine Rolle. Die Wolkenbänder, Wirbel und der Grosse Rote Fleck verändern im Laufe der Zeit sowohl ihre Struktur als auch teilweise ihre Färbung.